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 - Philips CDi 210
Der Virus Heimkino wurde irgendwann im Jahre 1995/96 bei mir geweckt. Durch eine Firmenauflösung bin ich gebraucht und günstig an einen Harman Kardon Prologic-Receiver mit passendem Lautsprecherset geraten. "Lautsprecherset" war allerdings übertrieben, denn Center und Rear-Speaker wurden selbst von Opas Kofferradio aus den 50er noch an die Wand gespielt (damals war mir das natürlich total egal ;)) Auf jeden Fall war es ein Erlebnis, als der Sound plötzlich auch von hinten kam - und es hatte "gefunkt"!
Danach hab ich erstmal alles ausprobiert, was ich an "interessanter" Elektronik in die Finger bekam. Zu der Zeit noch Student war das Budget natürlich sehr begrenzt. Highlights waren dabei u.a. ein Original CDi-Player (der Urvater der VCD), ein Laserdisc Player von Pioneer und diverse Grossbild-Sessions an geliehenen 800x600er SVGA-Beamern... Der Firmenkonferenzraum wurde dabei auch schonmal zum Experimentalkino umgebaut :-)
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 - JBL Control 1
Richtig ernst wurde das Thema Heimkino dann mit dem Einzug eines einergermassen "erwachsenen" Fernsehers (70cm :-)) und dem ersten DVD-Player, dem mysteriösen und im Internet heiss diskutierten ersten "Yamakawa", der sogar die unglaubliche Fähigkeit besitzen sollte, MP3-CDs abzuspielen. Klappte tatsächlich :-) und auch DVDs hat er auf dem TV recht ordentlich abgespielt...
Der alte Harman Receiver wich einem waschechten Dolby Digital Receiver von Onkyo (Typ weiss ich leider nicht mehr), die Rear-Quäker wurden durch JBL Control1 ersetzt und als Center gab´s einen Infinity. Als Fronts blieben die JBL TX320 des ursprünglichen Sets...
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 - Yamaha YST-300
Natürlich reichte auch das nur für wenige Monate :-)
In meinem Bekanntenkreis waren mittlerweile auch die ersten Infektionen mit dem Virus Heimkino festzustellen. Irgendwann musste mein Onkyo dann aufgrund eines Relais-Fehlers in die Reparatur und da Ingo zu jener Zeit gerade umzog, bot er mir an, leihweise seinen Yamaha DSP-A1 auszuprobieren... Ein fataler Fehler, denn den Onkyo wollte ich danach eigentlich garnicht mehr zurück :) Hier wurde aus den "Gimmicks" dann eigentlich erst ein wirklich ernsthaftes Hobby, als ich merkte, wie unterschiedlich Geräte doch klingen können und wie wichtig das Vergleichen ist. Wenig später kam dann noch die Erfahrung eines ausgewachsenen Subwoofers hinzu - und beides hielt dann kurze Zeit später Einzug in mein Heim. Ingo´s Yamaha A1 und ein Yamaha YST-300 Subwoofer (hauptsache laut! war damals das Motto) :o)
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 - JBL Ti Set
Die recht wild zusammengewürfelten Lautsprecher standen als nächstes auf der "Abschussliste". Durch diverse Treffen und Hörsessions bei Händlern wusste ich schon lange, dass nur Lautsprecher aus einer Serie wirklich Sinn machen, um ein einheitliches Klangfeld zu produzieren. Meine Wahl fiel auf die Ti-Serie von JBL, da mir der Klang der JBLs bisher sehr gefiel und nicht zuletzt auch die Optik passte...
Spätestens mit dem Einzug des Subwoofers passte der 70er 4:3 Fernseher nun wirklich nicht mehr zum Ton einer DVD - hier mußte also was passieren!
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 - Heimkino in Berlin
Da meine Berliner Wohnung zu dem Zeitpunkt extrem hell und absolut nicht verdunkelbar war (grosse, teilweise runde Fensterfronten) war an einen Projektor nicht zu denken - ein 16:9 TV musste her. Meine erste Wahl, ein Philipps mit DRM, war auf 4 Monate hinweg ausverkauft und ungeduldig wie ich nunmal bin, wurde es stattdessen ein Sony KV32FQ75D mit 82cm Diagonale.
Passend dazu gab´s einen Sony 735D DVD-Spieler, der via RGB zuspielte. Ein wirklich Klasse Gespann, das hervorragende Bilder zauberte!
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 - Erstinstallation des Barco 808
Aus beruflichen Grünen stand dann Ende 2002 ein Umzug nach Gütersloh an...
Die netten Handwerker vom Umzugsunternehmen verpackten meinen Sony TV zwar recht ordentlich, durch die starken Vibrationen oder auch einen Sturz - genau klären liess ich das leider nie - war die Streifenmaske meines schönen 16:9 TVs danach jedenfalls komplett verzogen, an Filmeschauen nicht mehr zu denken... Beim Wahl meiner neuen Wohnung hab ich natürlich gleich darauf geachtet, dass eine vollständige Verdunkelung möglich ist und eine Leinwand passt - ich fasste also früher als ursprünglich geplant den Entschluss, mir einen Projektor zuzulegen und Nägel mit Köpfen zu machen. Nach etlichen Vergleichen und einer sehr spannenden Rundreise mit CRT-Experte " Salvechris" durch verschiedene Heimkinos im Ruhrgebiet stand schnell fest: Es muss ein Röhrenprojektor sein. Möglichst 8", möglichst EMF und möglichst frische Röhren :-) Auf dem Beamertreffen 2 sah ich dann "ihn" und eine Woche später stand der Barco 808 mit neuen Röhren und einer sehr ansprechenden Silbermetallic-Lackierung in meinem Arbeitszimmer - und ich vor der Herausforderung, das Baby einzustellen...
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 - Provisorisches Chaos :)
Die erste Leinwand war ein Selbstbau aus MDF, Latex-Farbe und schwarzem selbstklebenden Velourstoff (danach folgten noch einige Versuche aus Selbstbau und Demo-Leinwänden, die aber allesamt nicht besser bzw. teilweise wesentlich schlechter waren).
Das erste wirklich zufriedenstellende Setup hat etwa 3 Nächte gedauert... Die Einstellmöglichkeiten des Barco waren schlicht erschlagend und viele Male musste ich alles über Board werfen, Reset durchführen und wieder von vorne anfangen. Wer einen Röhrenprojektor schonmal ohne Ersthilfe eingestellt hat, weiss wovon ich spreche :-)
Schliesslich entschädigte das Ergebnis aber für alle Mühe und allen Frust, als erstmals Gladiator in voller Länge über die Leinwand flimmerte, ohne dass ich die Konvergenz nachstellen wollte :)
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 - Vigatec Matrix
Schon nach wenigen Stunden bestätigte sich, was mir zuvor jeder CRT-Besitzer gesagt hatte, und was ich bereits erwartet hatte: Interlaced und 8" Röhre ist wie ein Porsche mit Mofa-Motor... Der HTPC führte ganz schnell zu Ernüchterung - zwar war das Bild brauchbar, aber die Bedienung lies doch arg zu wünschen übrig und als der PC dann das erste mal mitten im Film stehenblieb, war klar: ein progressiver DVD-Player muss her. Zu diesem Zeitpunkt war Progressiv allerdings noch ein Nischenbereich, sämtliche "Markenhersteller" waren noch nicht auf den Zug aufgesprungen und Progressiv gab es nur im High-End Sektor und bei einigen Exoten zu finden.
Mit einigen Gleichgesinnten veranstalteten wir wenig später bei Fairland-Cinema und noch eine Woche später in Dortmund zwei Vergleichstreffen, wo wir DVD-Player gegeneinander haben antreten lassen. Die meisten lagen über meiner Preisvorstellung, u.a. waren Proceed, EAD, Meridian und Arcam mit im Rennen. Mein Favorit war der Arcam, aber aus Preisgründen wurde schliesslich der relativ "günstige" Vigatec Matrix mein Kandidat. Das Bild war dank Faroudja-Chip recht gut, er hatte einen brauchbaren Filmmode und verwies bei Schwenks sogar die High-Ender auf die Plätze. Der miese Ton und Schwächen in der Bedienung waren mir zu dem Zeitpunkt noch egal, das Bild musste nur stimmen - und das tat es dann auch :)
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to be continued...
Soviel zu den Anfängen...
Seitdem ist zwar relativ wenig Zeit vergangen, aber viele Geräte haben danach mein Heimkino gesehen und wieder verlassen. Der Barco ist noch immer der Mittelpunkt, die Audio-Komponenten und Lautsprecher sind seither aber wesentlich höherwertigen Komponenten gewichen. Ich habe festgestellt, dass "einfach Ausprobieren" den meisten Spass macht und schlage öfter bei "Schnäppchen" zu als meinem Geldbeutel lieb ist... Das aktuelle Equipment findet Ihr hier und Fotos meines Heimkinos hier.
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